Auszeichnungen

Karl-Preusker-Medaille

Die Karl-Preusker-Medaille gilt als eine der höchsten Auszeichnungen im deutschen Bibliothekswesen. Sie wird seit 1996 an Personen und Institutionen verliehen, die sich um das Bibliotheks- und Informationswesen in besonderer Weise verdient gemacht haben.
2011 wurde die Medaille erstmals von Bibliothek & Information Deutschland vergeben.

Karl-Preusker-Medaille 2021

Aat Vos Porträt - Foto: 2021 / Marco Heyda

Mit der Karl-Preusker-Medaille 2021 wurde Aat Vos am 28. Oktober 2021 in Ludwigshafen am Rhein ausgezeichnet.

Der Dachverband würdigte damit den niederländischen Architekten und Creative Guide für seine innovativen Raumkonzepte, die maßgeblich dazu beitragen, dass Bibliotheken als „Dritte Orte“ in der Stadtgesellschaft Wirkung entfalten können. Die Laudatio hielt der Autor B. Joseph Pine II von der Columbia University.

Beiträge zur Preisverleihung

„Menschen geben Orten Bedeutung. Architekten können sie lediglich entwerfen.“ Aat Vos

Über die Karl-Preusker-Medaille

2021 wurde die Karl-Preusker-Medaille vom Bildhauer Carsten Theumer neu gestaltet.

Carsten Theumer ist Bildhauer, Medailleur und Münzgestalter aus Halle. Er hat sein Studium an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle absolviert und wurde dort in der Fachklasse Plastik bei Bernd Göbel ausgebildet. Seit 1991 ist er wissenschaftlich-künstlerischer Mitarbeiter der Hochschule und er ist seit vielen Jahren als freischaffender Bildhauer in Höhnstedt bei Halle tätig. Er beteiligt sich an nationalen und internationalen Ausstellungen und wurde im In- und Ausland mit Preisen ausgezeichnet.

Bei der Karl-Preusker-Medaille handelt es sich um einen Bronzeguss, der die Bedeutung Preuskers für das Bibliothekswesen in seiner klassischen Ausprägung bis hin zur modernen Informationsvermittlung darstellt.

Der Künstler lässt Karl Benjamin Preusker gleichsam in die Zukunft blicken. Der Mensch erscheint in seiner Vielfalt als kommunizierendes Wesen. Bibliotheken bieten „Information für alle“ an, wie es in der Braille-Schrift heißt. 

Karl-Preusker-Medaille Vorderseite (H. 125 mm)

Foto: 2021 / Carsten Theumer

Karl-Preusker-Medaille Rückseite

Foto: 2021 / Carsten Theumer

Das Etui für die Medaille und die Urkundenmappe wurde von dem Papierkünstler Andreas Richter aus Halle gefertigt. Beides wird in einem Schuber aufbewahrt.

Schuber mit Urkundenmappe und Medaillenetui

Foto: 2021 / BID

Karl-Preusker-Medaille mit Etui, Schuber und Urkundenmappe

Foto: 2021 / BID

Karl-Preusker-Medaille mit Schuber

Foto: 2021 / BID

Die Medaille ist nach Karl Benjamin Preusker (1786-1871) benannt, der als einer der Pioniere des öffentlichen Bibliothekswesens in Deutschland gilt.

Volksbildung war dem sächsischen Beamten und Bildungsreformer zeitlebens ein wichtiges Anliegen, da er schon früh aus eigenem Erleben die Bedeutung von Büchern als Schlüssel zur Welt erkannt hatte.
Am 24. Oktober 1828 gründete er im sächsischen Großenhain eine Schulbibliothek, aus der wenig später die erste öffentliche Bibliothek in Deutschland hervorging.

Ausgezeichnet wird laut Statut „eine Person oder Institution […], die den Kultur- und Bildungsauftrag des Bibliothekswesens fördert und unterstützt.“ 

Über die Vergabe der Medaille entscheidet eine Jury, die vom BID-Präsidenten/der BID-Präsidentin auf Vorschlag des BID-Vorstands eingesetzt wird.

Vorschlagsberechtigt sind die BID-Vorstandsmitglieder sowie die Jurymitglieder. Von 1996 bis 2009 wurde die Karl-Preusker-Medaille von der Deutschen Literaturkonferenz e.V. verliehen.

Trägerinnen und Träger der
Karl-Preusker-Medaille seit 1996

Statut der Karl-Preusker-Medaille

Chronik der Preisverleihungen